Mit Pauken und Trompeten…

…so lautete das Motto des nachweihnachtlichen Konzertes mit besinnlicher und festlicher Chor- und Instrumentalmusik, das der Chor „Capriccio“ am 6. Januar 2018 zusammen mit den Mainzer Dombläsern, dem Vokalensemble „Vocalisa“ und den Solisten Antonia Busse (Sopran) und Klaus Evers (Piano) gab. Die Gesamtleitung hatte die Gesangspädagogin, Sopranistin und Chordirektorin (FDB) Birgit Ensminger-Busse, die zusätzlich einige Solo-Parts übernahm.

(Foto mit freundlicher Genehmigung von Claudia Römer)

Der Termin – am Fest Epiphanias – war mit Bedacht ausgewählt und lockte zahlreiche Zuhörer, die die Weihnachtsstimmung musikalisch ausklingen lassen wollten, in die stimmungsvoll beleuchtete Nikolauskirche. Die saloppe Bezeichnung „proppenvoll“ beschreibt den Füllungsgrad der ältesten Kreuznacher Kirche auf den Punkt.

Mit barocken Klängen von Bach, Purcell und Händel, aber auch mit modernen Kompositionen aus Deutschland und Skandinavien wurde die Botschaft des Weihnachts­festes zu Epiphanias noch einmal in den Herzen der Zuhörer lebendig. Die fünf Ausnahmemusiker, die unter dem Label „Mainzer Dombläser“ seit 1985 zusammen musizieren, hatten sich einen spanischen Kollegen an den Pauken zur Verstärkung geholt um dem Konzertmotto „Mit Pauken und Trompeten“ gerecht zu werden. Die von ihnen vorgetragenen Instrumentalwerke von Henry Purcell, Edvard Grieg und Tomaso Albioni zeugten von großer Spielfreude und exzellenter Beherrschung ihrer Instrumente. Als Begleitorchester des bestens eingestimmten Chors wirkten die Dombläser dezent und präzise. Solo-Soprane im Doppelpack – Mutter Birgit Ensminger-Busse und Tochter Antonia Busse – zeigten beim Duett „Ave Maria“ von Giulio Caccini, wie zwei Stimmen miteinander verschmelzen. Gänsehaut-Effekt in reinster Form! Mit dem Vokalensemble „Vocalisa“, durchweg mit Gesangschülerinnen von Birgit Ensminger-Busse besetzt, leuchtete eine weitere Facette des abwechslungsreichen Programms auf: Selten zu hörende Literatur für Frauenchor boten einen sanften Kontrast zu den zuweilen sehr kraftvollen Chor- und Instrumentalwerken.

Das prachtvolle „Halleluja“ aus Händels Messias setzte den Schlußpunkt des Programms und wurde vom begeisterten Publikum stürmisch zur Wiederholung als Zugabe verlangt, was die erschöpften, aber zufriedenen und glücklichen Choristen nicht verweigern wollten.

Nachtrag:

Birgit Ensminger-Busse erreichte wenige Tage nach dem Konzert eine begeisterte Zuschrift eines Konzertbesuchers, der ungenannt bleiben möchte: